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Freitag, 16. August 2013

Wie auf einem anderen Planeten

Dass wir nach 5 Tagen die Weltmetropole Reykjavik hinter uns gelassen haben, wäre an dieser Stelle geschwindelt. Also sagen wir einfach, wie ließen das schöne Städtchen Reykjavik hinter uns, um den restlichen Teil der Insel zu erkunden.
In den letzten Tagen verwandelete sich das Wetter leider von mollig warmem Sonnenschein zu eiskaltem Wind und Schüttelfrost-Temperaturen.
Somit führte uns der erste Weg an die "Blaue Lagune", irgendwo zwischen Reykjavik und Keflavik, um uns in dem Thermalbad kräftig aufzuheizen.
Warm wurde uns auch an der Kasse, als die etwas verwirrte Dame, den Eintrittspreis verlauten ließ. 40€.... Pro Person!
Na gut, wir sind ja schließlich nur einmal hier. Nachdem wir in unsere Badesachen geschlüpft sind, liefen wir durch den winzigen Innenbereich (ohne Liegen) und schnell durch's kalte draußen um in die Blaue Lagune zu gelangen. Wunderbar, warmes Wasser umschloss uns in einer, nicht in Worte zu fassenden, Schönheit. Woher die Blaue Lagune ihren Namen hat, erschließt sich bei ihrem Anblick von selbst.
Noch nie in meinem ganzen Leben, habe ich etwas derart schönes gesehen. Besonders, da sich ihre Farbe aus dem umliegenden Lavagestein hervorhebt.


Blaue Lagune in der Nähe Reykjaviks



Durch nette Sitzgelegenheiten, heiße Strömungen und Peelings verging eine nach der anderen Stunde, bis es uns dann doch zu viel wurde. Wir hatten zwar für einen ganzen Tag bezahlt (gab ja auch keine anderen Karten), aber ohne eine Möglichkeit sich außerhalb es Wassers mal niederzulassen, beschlossen wir die Weiterfahrt anzutreten. Leider hatte das extrem mineralhaltige Wasser meine Haare völlig zerstört, sodass ich ernsthaft dachte ich müsse sie nun wohl oder übel abschneiden. Es ging nichts mehr. Sie waren total waxig und verknotet. Damit war dann der restliche Tag auch gelaufen.
Einige Tage und etliches Duschen später, war der Albtraum glücklicherweise vorbei.
Also so schön es aussieht. Aber rein in die Blaue Lagune geht es wohl nicht mehr ;-)

Am Abend erreichten wir unser nettes Gästehaus in Heimaland und durften einen grandiosen Sonnenuntergang bei den Inslandponys erleben. Das Frühstück am nächsten Morgen ließ ein bisschen zu wünschen übrig. Der Knüller kam dann allerdings erst. Die nette Dame setzte das Frühstück mit 20€ !! auf unsere Rechnung. Lächerlich. Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Das sollte aber nicht usnere einzige negative Überraschung, in Sachen "Gästehaus" und "Hotel" bleiben.


Sonnenuntergang

 Über den vergangenen Tag ärgerten wir uns nicht weiter und setzten unser straffes Programm fort, welches das ein oder andere Highlight vorsah. Es war alles dabei von Wasserfall bis Geysir; aber macht euch doch von den Bildern einen eigenen Eindruck.


Der Vulkankrater "Kerid"
Explosion eines Geysirs (alle 7-10 Minuten!)
Gulfoss (Wasserfall der Götter)


Die Lücke zwischen Amerikanischer und Eurasischer Kontinentalplatte


Seljalandsfoss (Wasserfall hinter dem man durchlaufen kann)


Sicht von der Seite
Sicht von hinten


Skógarfoss mit Regenbogen


Das bin dann wohl ich unter dem Regenbogen ;-)
Wie man unschwer an den zahlreichen Bildern erkennen kann, haben wir bereits an den ersten 2 Tagen unserer Rundreise, Unmengen an bezaubernden Landschaften gesehen. Für mich ist Island wirklich nur schwer in Worte zu fassen. Aber es ist das wunderschönste Land, das ich jemals gesehen habe.
Die Landschaft ist so anders, als alles andere bisher gesehene. Die getrocknete Lava überall am Straßenrand, das Moos, die Blumen, welche auf der mineralhaltigen Lava so gut gedeihen... Einfach fantastisch!
Soviel von mir für heute.
Bald gibt es den letzten Reisebericht über Island.

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