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Donnerstag, 18. März 2021

FAMILIE | Die Sache mit dem Schreien

Wenn wir die Dinge nicht ändern können, dann sind wir gefragt uns selbst zu ändern.


"Schhhh. M. Alles wird gut. Wir sind immer bei dir. Schhh. Schhh". So ungefähr klangen die ersten fünf Monate unseres Lebens als frisch gebackene Eltern. Was sich die ersten Wochen noch in Unruhe äußerte, schlug irgendwann von heute auf morgen in stundenlanges und unstillbares Schreien um. Etwas weniger als ein Jahr habe ich nun gebraucht um mich diesem Beitrag zu widmen, der mir sehr am Herzen liegt. Etwas weniger als ein Jahr habe ich nun gebraucht, um mich davon zu erholen und die Angst, die mir allzeit im Nacken saß, loszuwerden. Etwas weniger als ein Jahr habe ich nun gebraucht um zu verstehen, dass Kinder die besonders viel Nähe brauchen, meist in den Armen von Eltern landen, die besonders viel zu geben haben und die besonders viel aushalten können.


Wenn ich mich an unsere ersten turbulenten Wochen zurückerinnere, erinnere ich mich unweigerlich auch an das Gefühl, dass bei uns einfach irgendetwas anders ist. Da liegt dieses winzige Bündel Liebe in unseren Armen und kommt so schwer zur Ruhe. Das ist dieses winzige Bündel Liebe, das am liebsten alles sehen und erkunden möchte, aber noch gar nicht dazu in der Lage ist all diese Reize zu verarbeiten. Und eines Tages weint er nicht nur, sondern fängt aus dem Nichts an aus voller Seele zu schreien. Und er schreit und schreit und schreit. Wir tragen ihn, schunkeln ihn, singen ihm sanfte Melodien vor. Und er schreit und schreit und schreit. Während wir uns abwechseln. tauschen wir immer verzweifeltere Blicke aus. In meinem Kopf beginnt das Gedankenkarussel Fahrt aufzunehmen. Doch das ändert natürlich nichts an der Situation. Er schreit und schreit und schreit. Bis er vor Erschöpfung in meinen Armen einschläft und ich weinend auf dem Bett zusammen sinke.

Das sollte die neue Normalität unseres Alltags werden. Glücklicherweise gibt es im Leben keine Ankündigungen und Hinweisschilder. Wenn wir uns an die ersten Monate als Eltern zurück erinnern, verspüren wir wenig Glückseligkeit und Nostalgie. Stattdessen spüren wir noch hautnah die tiefe Verzweiflung, die Angst, die Vorwürfe und die absolute Machtlosigkeit. Die ersten Monate waren für mich die schlimmsten Monate meines Lebens. Das klingt so furchtbar, wie es leider auch ist. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich sie einfach aus meinem Gedächtnis gelöscht; doch ganz so einfach ist das natürlich nicht. Und während ich damals versuchte alles in einen Gesamtzusammenhang zu bringen, ging es einfach wieder von vorne los. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Der magische dritte Monat war vorbei, doch was war? Er schrie und schrie und schrie. Ich trug ihn in der schlimmsten Zeit täglich 8 bis 9 Stunden im Tragetuch. Ich lief ununterbrochen bis zur völligen Erschöpfung durch unsere Wohnung und sang ihm beruhigende Lieder vor. Wir kauften eine Federwiege, taten alles was man tun kann um etwaige Bauchschmerzen vorzubeugen und setzten alle Hebel in Bewegung. Doch er schrie und schrie und schrie. Ohne Pausen. Ohne Vorwarnung. Ohne mir auch nur eine Stunde zum Durchatmen zu gönnen. 

Ich erinnere mich noch genau an die Momente voller Verzweiflung, in denen er aus heiterem Himmel anfing zu schreien und ich niemals wusste ob es nun eine Stunde anhält, drei oder sogar fünf. Jede Minute die verging, fühlte sich für mich wie eine Stunde an. Ich stellte mir an schlimmen Tagen sogar meinen Timer im Handy, um zu sehen, wie lange es noch dauern würde bis mein Mann endlich von der Arbeit kommt. Wir wohnten weit weg von möglicher familiärer Unterstützung und so mussten wir da alleine durch. Ob wir wollten oder nicht. Ob wir noch konnten oder nicht. 
Meine Nerven lagen von Woche zu Woche blanker. Ich kämpfte nur noch um das bloße Überleben. Jeder Spaziergang und jeder Termin außerhalb unserer Wohnung wurde zu einem Spießroutenlauf. Ich war zum ersten Mal in meinem Leben froh um Corona und darum, uns keine Ausreden einfallen lassen zu müssen, weshalb wir nicht auf einen Besuch vorbei kommen können. Wie soll man jemandem erklären, dass man mit seinem Baby nicht im Kinderwagen fahren kann, dass man ihn nicht aus dem Tragetuch holen kann und überhaupt potenziell alles im Geschrei enden kann? Jeder Besuch ließ mein Stresslevel ins Unermessliche steigen. Bis wir alle nicht mehr konnten. Ich recherchierte ausführlichst und vereinbarte einen Termin in einer so genannten Schreiambulanz. Die beste Entscheidung, die ich getroffen habe.

Denn die zentralen Gedanken, die in solch einer Situation fortwährend über einem schweben sind wie Gift. "Was mache ich falsch? Sind wir als Eltern nicht gut genug? Was bin ich bloß für eine Mama, die ihr eigenes Kind nicht beruhigen kann?". Spoiler: wir haben nichts falsch gemacht; ganz im Gegenteil. Wir haben alles gemacht was man nur irgendwie hätte tun können. Und selbstverständlich sind wir alle gut genug als Eltern.


Doch was sind "Schreibabys" eigentlich?


Laut Definition sind Schreibabys (Gott, wie sehr ich dieses Worte hasse!) Kinder, die mehr als drei Stunden an drei Tagen in der Woche über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen schreien. "Na gut, das übertreffen wir tagtäglich bei Weitem", denke wir uns. Wie sich das als Eltern anfühlt? Naja, das Baby weint eben nicht nur, sondern es schreit. Stundenlang. Es schläft selten, kommt kaum zur Ruhe und kann einfach niemals abschalten. In der Schreiambulanz angekommen werden wir herzlich empfangen. Unser kleiner M hatte nämlich schon lautstark angekündigt, dass wir 15 Minuten vorher da sind... Die erste Frage gilt unserer Erwartung an den Besuch. Jedem von euch muss natürlich klar sein, dass niemand dieses Schreien verhindern kann; den goldenen Trick nachdem man unaufhörlich sucht, gibt es leider nicht. Meine Erwartung war demnach dieses ständig präsente Fragezeichen in meinem Hinterkopf, ob ich denn eine gute Mutter sei und ob wir irgendetwas übersehen haben, zu revidieren. 

Das Verhalten von Schreibabys, welche übrigens etwa 20% aller Neugeborenen ausmachen und damit häufiger vorkommen als man denkt, ist inzwischen recht fundiert, über alle Kulturen hinweg, erforscht. Dachte man früher noch das viele Schreien läge an Bauchschmerzen, weiß man mittlerweile, dass es sich dabei eher um Anpassungsschwierigkeiten handelt. Dieses Verhalten tritt bei allen Babys gleichermaßen auf,  egal ob gestillt, mit Fläschchen gefüttert, viel getragen, wenig getragen und vollkommen unabhängig von der Kultur. Wie bei allem muss man auch hier ein bisschen weiter ausholen. Wir haben uns nicht sehr weit weg von den Menschen aus der Steinzeit entwickelt, zumindest was unsere Instinkte und unsere "Programmierung" betrifft. Wenn wir schlafen, gibt es zwei überwiegende Schlafmuster. Den REM Schlaf, in dem geträumt und Geschehnisse verarbeitet werden und der Tiefschlaf, welcher zur Entspannung dient. Die erste Phase dauert circa 30 Minuten, bevor der Übergang zur Tiefschlafphase stattfindet. Vielen Babyeltern geht nun bestimmt schon ein Lichtlein auf: äußerst viele Säuglinge wachen plus minus nach den berühmt berüchtigten 30 Minuten auf. So auch zumeist Schreibabys. Sie nutzen den Schlaf lediglich um die Geschehnisse zu verarbeiten und erwachen dann wieder, bevor sie sich im Schlaf erholen können. Häufig werden diese Babys auch liebevoll "die Wächter" genannt. Darüber hinaus müssen Babys oft erst noch unseren weltlichen Schlafrhythmus finden. Manche sind von Beginn an Nachtschläfer, bei anderen wiederum ist alles vertauscht. Dass wir nicht alle immer zur selben Zeit schlafen, liegt jedoch auch zu einem großen Teil in unserer Evolution begründet. Damals musste immer irgendjemand wach sein um die anderen vor etwaigen Gefahren, die im Schlaf lauerten, zu warnen. Nur so konnten wir bis heute als Spezies überleben. 

Charakteristisch für Schreibabys ist, dass sie schon sehr früh sehr weit in ihrer Entwicklung sind. Sie eilen sich wortwörtlich selbst voraus. Oft wollen sie schon sitzen, bevor daran überhaupt zu denken ist. Auch das Interesse für ihre Umgebung ist zumeist deutlich größer als bei Gleichaltrigen. Da die körperliche Entwicklung, insbesondere auch die Hirnreifeprozesse, jedoch bei allen etwa gleich verlaufen, überfordern Schreibabys sich selbst mit all den neuen Reizen. Sie wollen diese zwar wahrnehmen, die Verarbeitung ebendieser ist jedoch nicht adäquat möglich. Darüber hinaus ist es für sie oft charakteristisch, dass sie über ein sehr sensibles Persönlichkeitsmerkmal verfügen. Sie sind äußerst empfänglich für alle Formen von Reizen und können Stimmungen anderer Personen extrem gut wahrnehmen. Das macht sie überdurchschnittlich empathisch, aber eben auch anfällig für Reizüberflutungen. Wer sich weiter in die Thematik einlesen möchte, kann sich an dieser Stelle mit (Hoch)Sensibilität bei Kindern und Erwachsenen befassen. Aufgrund dieser Konstellation, brauchen diese Babys Nähe. Viel Nähe. 

Manchmal liegen die Ursachen des Schreiens auch in der Biographie aus Schwangerschaft und Geburt begründet. Doch nicht immer ist das offensichtlich. Denn was für uns normal lief, kann unter Umständen für das Baby schon traumatisch gewesen sein; und umgekehrt. Sicher ist jedoch, dass viele Babys nach der Ankunft auf dieser Welt erst wieder ihr volles Vertrauen und ihr Sicherheitsgefühl zurück gewinnen müssen. Hierfür ist die Bindung, welche durch das Tragen besonders unterstützt wird, essenziell wichtig. Darüber hinaus benötigen sie Bezugspersonen, die versuchen die vielen Reize aus der Umwelt für sie zu managen. Bezugspersonen, die sozusagen die Verantwortung dafür übernehmen. Das kann ganz konkret bedeuten, dass man sich als Eltern darum bemüht, den Alltag so routiniert wir möglich zu gestalten. Routinen geben schon Neugeborenen ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen, dass das was kommt berechenbar ist. Viele Experten raten in solchen Fällen auch von Babygruppen und größeren Unternehmungen ab, bis sich die Situation bessert. Die erste Priorität hat immer das Zurückerlangen der Sicherheit des Babys und das Abwarten bis die Kleinen all die Reize besser verarbeiten können. Erfahrungsgemäß sind die Morgende die beste Zeit für neue Dinge, da zu diesem Zeitpunkt der "Speicher" noch leer ist. Mit Fortschreiten des Tages wird es für Babys hingegen immer schwieriger aufnahmefähig zu bleiben. Als Eltern übernimmt man den Reiz-Manager-Posten und muss sich langsam an die Kapazitätsgrenze des eigenen Kindes herantasten. Damit diese Aufgabe nicht zu leicht bleibt, verändert sich diese Grenze natürlich kontinuierlich mit der Entwicklung des Kindes. 

Abgesehen davon, kann das Schreien auch ein Kommunikationsmittel sein. Wenn ihr ausgeschlossen habt, dass eines der drei Bedürfnis offen ist (Hunger? Windel? Nähe?), dann kann es sein, dass euer Baby das Schreien als Ventil zum Loswerden von Anspannung nutzt. Schreien kann als Möglichkeit dienen, sich all die neuen Eindrücke, all die Momente in denen sich das Baby überfordert fühlte, all die Erlebnisse und Sorgen wortwörtlich von der Seele zu reden. Für manche Babys ist es beinahe schon ein Ritual sich abends in den Schlaf zu schreien, da es für sie die vorerst einzige Möglichkeit ist, den Ballast loszuwerden und so in einen Entspannungszustand zu kommen. Denn Schlafen ist immer nur möglich, wenn der Körper und die Seele entspannt ist. Das kennen wir bereits von uns selbst. In solchen Schreistunden ist es in all des Stresses, den auch die wahnsinnige Lautstärke mit sich bringt, wichtig zu wissen, dass alles was euer Baby braucht eure Nähe ist. Oft neigen wir dazu hektisch zu werden, vom Singen, zum Wippen, auf den Pezziball und wieder zurück zu springen. Doch damit verschlimmert man die Situation immer, denn Babys brauchen 15 bis 20 Minuten um sich auf eine Sache einzulassen. Springen wir minütlich von einer Beruhigungsmaßnahme zur nächsten, überfordern wir sie maßlos. Das Geheimrezept ist also tief durchzuatmen, zu versuchen der Ruhepol für das Babys zu sein, der Leuchtturm im Sturm der ganzen Gefühle zu sein, dem Baby zuzuhören und es ganz nah bei sich zu halten. 

Wir dürfen uns nicht an dem Chaos des Babys beteiligen - wir müssen stattdessen unsere eigene innere und äußere Ruhe mit ihm teilen.


Am absoluten Tiefpunkt angekommen


Hätte ich bei unserem Besuch in der Schreiambulanz gewusst, dass mir der absolute Tiefpunkt erst noch bevor steht, ich wüsste nicht was ich wohl gesagt hätte. An einem spätsommerlichen Wochenende, als wir Besuch von meinen wunderbaren Schwiegereltern hatten, bereitete ich gerade das Abendessen vor. Die anderen waren mit M spazieren. Irgendwann zur Schlafenszeit kippte die Stimmung und er schrie und schrie und schrie. So schlimm wie noch nie zuvor. Zwischenzeitlich fühlte es sich an als würde er keine Luft mehr bekommen. Er schrie, rang nach Luft, machte eine Verschnaufpause und fing von vorne an. Mein Mann und ich waren komplett angespannt. Wir wechselten uns ab, wir tauschten ratlose Blicke aus. Wir weinten beide bitterlich und flehten, dass es irgendwann aufhören würde. Es vergingen Minuten. Es vergingen am Ende beinahe drei Stunden. Drei Stunden in denen wir an den Rande unseres Wahnsinns kamen. Drei Stunden, in denen wir eigentlich am liebsten aufgeben hätten. Ich legte mich zu M als er einschlief und erwachte eine halbe Stunde später wieder. Mein ganzer Körper schmerzte entsetzlich. Meine Wirbelsäule, meine Fußgelenke, meine Knie, meine Handgelenke, meine Ellenbogen. Ich konnte mich nur unter stärksten Schmerzen drehen. Aufstehen war nicht mehr möglich. Ich bekam Panik. Noch nie in meinem Leben hat mein ganzer Körper derart dicht gemacht - den Not-Aus-Knopf gedrückt. Wir überlegten ins Krankenhaus zu fahren. Doch ich konnte mich nichtmal an die Bettkante setzen. Der monatelange Stress schien seinen Tribut zu zollen. Die Lage besserte sich 12 Stunden und einige Schmerzmittel später, doch die nächsten Wochen konnte ich jeden Morgen meine Hände kaum mehr bewegen. Alle Finger waren steif, ebenso wie meine Fußgelenke. Der Verdacht: Rheuma. Qualvolle Wochen später, als das Schreien im sechsten Monat endlich nachließ, verschwanden sp langsam auch die Beschwerden. Bis heute hoffe ich, dass es eine einmalige Sache war. Und bis heute habe ich Respekt wie wir das alles bloß alleine mit Baby geschafft haben. Es war eine wilde Fahrt, aber wir sind daran gewachsen und nicht daran zerbrochen.

Der größte Fehler meines Elternseins, war meine eigene Annahme, dass Babys niemals schreien dürfen. Ich weiß bis heute nicht woher ich diese Erwartungshaltung habe. Das löste in mir einen so enormen Druck aus, dass ich alles versuchte um das Weinen und Schreien zu verhindern. Dass sich diese Hektik und Unruhe natürlich früher oder später überträgt, brauche ich nicht zu erwähnen. Euer Baby darf Weinen. Euer Baby darf Schreien. Euer Baby darf Erzählen. Eure einzige Aufgabe als Eltern ist es, zu BEGLEITEN. Seid für euer Baby da. Hört ihm zu. Tragt es. Gebt ihm Nähe. Stillt es so oft es möchte. Vermittelt ihm Beständigkeit, Ruhe und Sicherheit. Das ist das Wertvollste was ihr tun könnt. Ihr werdet niemals alle Probleme eurer Kinder lösen können, aber ihr könnt ihnen von Beginn an zeigen, dass sie mit den Herausforderungen des Lebens niemals alleine sind. Ihr könnt ihnen zeigen, dass sie immer zu euch kommen können und sie in euch eine Vertrauensperson finden, die bedingungslos für sie da ist. 


Es gibt einen schönen Begriff der "Gebärmutterheimweh" heißt. Einige Neugeborene sehnen sich in der ersten Zeit zurück in Mamas Bauch. Dort sind sie an einem warmen, lichtgeschützten Ort, an dem Geräusche nur gedämpft zu ihnen vordringen. Sie spüren nie Hunger, Kälte oder Schmerzen und können immer Mamas Herzschlag hören. Und dann kommen sie plötzlich in eine grelle, laute und kalte Welt. Sie haben Hunger und auch mal Schmerzen. Für mich war das eine sehr plausible Erklärung für M's Schreien.


Übrigens; aufgrund ihrer Empathie und Sensibilität werden Schreibabys, wenn sie geborgen aufwachsen, zu unfassbar wundervollen Kindern, die für unsere Gesellschaft eine große Bereicherung sind. Nach inzwischen fast 10 Monaten kann ich sagen: ja das stimmt. Unser M ist ein so unbeschreiblich empathischer, aufmerksamer, freundlicher und liebenswürdiger kleiner Junge und ich hoffe er kann sich das für immer beibehalten. Ich wünsche mir für dich lieber M, dass du immer so offen, neugierig und wissbegierig bleibst. Dass du stets so viel Mitgefühl für deine Mitmenschen, aber auch für Tiere zeigen kannst. Dass du dich auch zukünftig von nichts und niemandem unterkriegen lässt. Dass du deine Sensibilität immer als Stärke wahrnehmen und zu nutzen weißt. Ich wünsche mir für dich, dass du von Menschen umgeben bist, die dich für dein wundervolles Wesen schätzen und dass du dich niemals von dieser Welt abhärten lässt. Bitte behalte dir dein wundervolles Herz und deine reine Seele. Auch wenn unser Start unfassbar holprig war, du kannst dich immer darauf verlassen, dass deine Wurzeln tiefer reichen, als jede Herausforderung des Lebens. Wir lieben dich mehr als unser eigenes Leben und werden alles in unserer Macht stehende tun, damit du ein sicheres und glückliches Leben hast.


Was uns geholfen hat - kurz zusammengefasst:


1. Holt euch Rat bei eurer Hebamme
2. Vereinbart einen Termin in einer Schreiambulanz
3. Eine Beratung bei der "Emotionelle Erste Hilfe" kann auch empfehlenswert sein
4. Die Nonomo / Swing2Sleep Federwiegen (unbezahlte Werbung) haben unser Leben gerettet!
5. Genauso wie unsere Tragen und Tragetücher
6. Lasst euch von eurer Familie unterstützen, sofern das irgendwie möglich ist. Außenstehende haben oft wesentlich mehr Nerven und Resilienz um euch das Baby mal für 1-2 Stunden abzunehmen.
7. Denkt daran: es wird besser. Vielleicht nicht nach 3 Monaten, aber es wird definitiv besser werden.
8. Ihr seid nicht alleine und ihr seid die besten Eltern, die sich euer Baby wünschen könnte.



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